Alltagskompetenz – Schule fürs Leben

“Alltagskompetenz – Schule fürs Leben“ lautet das Motto einer Projektwoche, die seit vier Jahren in der 6. Jahrgangsstufe durchgeführt wird. In diesem Jahr erlebten unsere Schülerinnen und Schüler vom 6. bis 10. Juli 2026 abwechslungsreiche Projekte, in denen verschiedene Kompetenzen in den Bereichen Technik, Selbstbehauptung, Ernährung, Konsum und Umwelt geschult wurden. 

„Technik für Kinder“ in Straubing  

 Alle Sechstklässlerinnen und Sechstklässler der Realschule am Judenstein erlebten einen lebendigen Projekttag in der Werkstatt „Technik für Kinder“ in Straubing. Gesponsert durch den Förderverein, brachte eine gemeinsame Busfahrt die Klassen zur Werkstatt für Jugendliche. In kleinen Gruppen bauten die Schüler und Schülerinnen unter fachkundiger Anleitung eine Solarwindmühle bzw. eine Standuhr – dabei arbeiteten sie mit Holz und Metall, sägten, bohrten, löteten, malten, … . Außerdem brachten sie die Windmühle durch Solarstrom zum Drehen.  
Die Betreuung durch den erfahrenen Handwerker Andreas und weitere Helferinnen sorgte für klare Anleitungen und sichere Arbeitsbedingungen. Die Kinder übten wichtige Handfertigkeiten, lernten den Umgang mit Werkzeugen und entwickelten ein besseres Verständnis für technische Zusammenhänge. Am Ende strahlten viele glückliche Gesichter: Stolz auf das Selbstgebaute und motiviert durch das praktische Lernen. Der Tag zeigte, wie praxisnahe Projekte Alltagskompetenzen nachhaltig stärken können. 

Selbstbehauptung 

In kleinen Gruppen durften die Schülerinnen und Schüler in einem Selbstbehauptungskurs in die Welt der fernöstlichen Kampfkunst „Taekwondo“ hineinschnuppern. Meister Roland aus der U-Chong Kampfkunstschule Burglengenfeld lehrte, wie sich respektvoller Umgang miteinander, Disziplin und Mut im Alltag auswirken. Dabei wechselten sich coole Box- und Kicktechniken mit tiefergehenden Gesprächen über Selbstwert, Grenzen und Gemeinschaft ab. Neben dem Training für Geist und Körper kam natürlich auch der Spaß an der Bewegung nicht zu kurz. 

um:welt: Energie-Bildungszentrum 
Ein Element dieser Projektwoche war der Besuch des Energie-Bildungszentrums um:welt an der OTH Regensburg. Hier erhielten die Lernenden wesentliche Informationen zur globalen Erwärmung und zu ihrem individuellen Wasserverbrauch. Darüber hinaus arbeiteten die Klassen an interaktiven Stationen, experimentierten mit Modellen zu erneuerbaren Energien und erfuhren einiges über ihren eigenen CO₂-Fußabdruck. Es gab auch alltagsnahe Energiesparideen für Schule und Zuhause. Die Exkursion stärkte nicht nur das Sachwissen, sondern auch die Motivation, durch eigenes Handeln einen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz zu leisten. 

App-Checker 
Im Modul „App-Checker“ lernten die Schülerinnen und Schüler verschiedene, kostenfrei verfügbare Apps kennen, mit denen sich Lebensmittel- oder Drogerieartikel per Scan prüfen lassen. Die Anwendungen machen Zutaten, Zusatzstoffe und mögliche Allergene transparent und liefern oft zusätzliche Informationen zu Herkunft, Gütesiegeln sowie Aspekten der Umwelt- und Sozialverträglichkeit. All diese Details sind auf der Verpackung häufig schwer zu finden oder zu verstehen. An konkreten Produktbeispielen wurden die Ergebnisse gemeinsam eingeordnet und reflektiert. Ziel war es, digitale Werkzeuge sinnvoll zu nutzen, um verantwortungsbewusste Kaufentscheidungen treffen zu können. 

Einkauf und Frühstück 
Das Thema Ernährung und Gesundheit durfte in unserer Projektwoche nicht fehlen. In kleinen Gruppen wurden Lebensmittel in verschiedenen Geschäften der Altstadt Regensburg mit strengem Budget eingekauft, um einen Sinn für das bewusste Einkaufen und Lebensmittelpreise zu schulen. Im Anschluss wurden diese Lebensmittel zu einem leckeren Frühstück verarbeitet. 


Die Projektwoche zeigte, wie wertvoll es ist, Schülerinnen und Schüler über den klassischen Unterricht hinaus auf die Herausforderungen des Alltags vorzubereiten. Durch das Erleben und aktive Ausprobieren in realen Situationen wurde Wissen nicht nur vermittelt, sondern wirklich erfahrbar gemacht.