Wasserfall aus Holz stürzt in Schulhof

von | 14. April 2015 | Presseartikel

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Auftakt der 60-Jahr-Feier: Neuntklässler haben die Installation für die Regensburger Realschule am Judenstein gebaut.

Das 60-jährige Jubiläum der Realschule am Judenstein wirft seine Schatten voraus und dies im wahrsten Sinne des Wortes. 16 Schüler der 9. Klassen entwickelten die Idee für eine Kunstinstallation, inspiriert vom belgischen Künstler Arne Quinze, die dieses besondere Jubiläum dreidimensional sichtbar macht. Aus 500 Dachlatten wurde eine kunstvolle Installation gebaut, die einen großen Wasserfall, respektive Lattenfall darstellt.

Dieser hölzerne Wasserfall ergießt sich aus dem zweiten Stock an der Fassade herab, „bricht“ sich über dem Eingang und trifft rechts des Eingangs auf dem Boden auf. Dass der Wasserfall aus starren und geraden Dachlatten gefertigt ist und dabei dennoch Bewegung ausdrückt, ist dem Kunstverstand der Schüler zuzuschreiben. Die Dachlatten wurden der Statik wegen in Dreiecken mit Kabelbindern zusammengebunden und daraufhin so aneinander geknüpft, dass diese Wasserfallbewegung in vier großen Konstruktionen sichtbar gemacht wird: Zwei „Ströme“ von Dachlatten ergießen sich aus zwei Fenstern im zweiten Stock, eine Dachlattenkonstruktion stellt das Brechen des Wasserfalls dar, die letzte Konstruktion versinnbildlicht das Auftreffen des Wasserfalls auf dem Boden. Die Latten, die sich direkt über dem Eingangsbereich befinden, sind in Signalfarbe getüncht.  …

Das Projekt entstand im Kunstunterricht, und die betreuende Kunstlehrerin Erika Löhr-Forster ist vom Ergebnis hellauf begeistert. Es sei einfach spektakulär, sagt sie zur MZ. Die Schüler konnten diese Installation natürlich nicht ohne Hilfe stemmen. Löhr-Forster, zwei Studentinnen, Hausmeister Stefan Karl, Stefanie Reiterer und Jan Weber-Ebneth, Letztere von der Landesarbeitsgemeinschaft „Architektur und Schule“, waren beteiligt.

Direktor Alois Einhauser zählt auch zu den begeisterten Unterstützern. Die Materialien, das Werkzeug und die Skizzen stammen von dieser LGA, die vom Kultusministerium und der Bayerischen Architektenkammer gefördert wird.

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 Quelle: Mittelbayerische Zeitung 17.04.2015